Müssen unsere Daten dafür in die Cloud?
Nein. Ein KI-Wissensmanagementsystem lässt sich so bauen, dass Ihre Dokumente das Haus nicht verlassen. Wie viel Cloud Sie zulassen, ist eine Entscheidung, die Sie treffen, keine technische Voraussetzung.
Die drei Betriebsmodelle
Ein KI-Wissensmanagementsystem (RAG) besteht aus Ihrer aufbereiteten Wissensbasis und einem KI-Modell, das daraus Antworten formuliert. Für beides gibt es drei grundsätzliche Orte:
Komplett im eigenen Haus. Wissensbasis und KI-Modell laufen auf eigener Hardware oder einem von Ihnen gemieteten Server. Kein Dokument und keine Frage verlässt Ihre Umgebung. Das ist heute realistisch, weil offene KI-Modelle stark genug geworden sind, um Wissensfragen im Betrieb ordentlich zu beantworten.
Europäisches Rechenzentrum. Das System läuft bei einem europäischen Anbieter mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Ein Mittelweg: weniger eigene Betriebsverantwortung, Daten bleiben im europäischen Rechtsraum.
Große US-Anbieter mit Geschäftsvertrag. Die stärksten Modelle kommen derzeit von amerikanischen Anbietern. Über Geschäftsverträge lässt sich regeln, dass Ihre Daten nicht zum Training verwendet werden. Für manche Betriebe ist das vertretbar, für andere nicht. Das ist eine Abwägung, die Sie bewusst treffen sollten, nicht eine, die ein Tool für Sie trifft.
Die ehrliche Abwägung
Lokale Modelle sind kleiner als die größten Cloud-Modelle. Für das Formulieren von Antworten aus gefundenen Dokumenten reicht das in vielen Fällen völlig, denn die schwere Arbeit leistet die Suche in Ihrer Wissensbasis, nicht das Sprachtalent des Modells. Für anspruchsvollere Aufgaben kann ein stärkeres Modell den Unterschied machen. Deshalb baue ich Systeme so, dass das Modell austauschbar bleibt: Sie können lokal starten und später wechseln, oder umgekehrt.
Wichtiger als der Ort: Was kommt überhaupt hinein
Die Cloud-Frage bekommt viel Aufmerksamkeit, aber die wichtigere Datenschutz-Frage ist eine andere: Welche Dokumente kommen in das System, und wer darf welche Antworten sehen? Personalunterlagen und Gehaltsdaten gehören zum Beispiel gar nicht erst in die allgemeine Wissensbasis. Und die Zugriffsrechte, die heute für Ihre Ordner gelten, müssen auch für die KI gelten. Das klärt man vor dem Aufbau, zusammen mit dem Zugriffskonzept, damit Datenschutz und Mitarbeiterdaten von Anfang an sauber geregelt sind.
Was das für Ihren Betrieb heißt
Sie müssen sich nicht zwischen KI und Datenhoheit entscheiden. Sinnvoll ist, die Schutzstufe je nach Inhalt zu wählen: sensible Bereiche lokal oder gar nicht, unkritisches Wissen dort, wo es am wirtschaftlichsten läuft. Welche Stufe zu Ihrem Betrieb passt, gehört zu den ersten Fragen, die wir in der Diagnose klären.
Wie sieht das bei Ihnen aus?
Ich suche gerade Betriebe, die das System mit echten Unterlagen erproben. Und ich rede mit vielen darüber, wo ihr Wissen wirklich steckt. Beides gerne auch mit Ihnen.